Tipps & Tricks gegen Feuchtigkeit und Schimmelbildung
Feuchtigkeit und Schimmel entstehen oft nicht nur durch bauliche Mängel, sondern auch durch falsches Heiz- und Lüftungsverhalten. Mit ein paar einfachen Maßnahmen können Sie selbst aktiv zur Vorbeugung beitragen – ganz ohne großen Aufwand.
1. Richtiges Lüften
Warum ist Lüften so wichtig?
Beim Atmen, Duschen, Kochen oder Wäschetrocknen entsteht Feuchtigkeit. Ohne regelmäßigen Luftaustausch kann sich diese Feuchtigkeit an kalten Stellen wie Fenstern, Ecken oder Außenwänden niederschlagen – idealer Nährboden für Schimmel.
Grundregel: Mehrmals täglich Stoßlüften – 5 bis 10 Minuten mit weit geöffnetem Fenster. Kein Kipplüften!
Winter (Dezember – Februar)
- Täglich 3–4 Mal stoßlüften, auch bei Minusgraden.
- Fenster weit öffnen, Heizung dabei kurz runterdrehen.
- Besonders morgens nach dem Aufstehen und nach dem Duschen oder Kochen.
Frühling (März – Mai)
- Luftfeuchtigkeit draußen beginnt zu steigen – frühmorgens oder spätabends lüften, wenn es draußen kühler und trockener ist.
- Schlafräume besonders beachten.
Sommer (Juni – August)
- Nur frühmorgens und abends lüften, wenn es draußen kühler ist als drinnen.
- Tagsüber Fenster geschlossen halten, um keine feuchtwarme Luft hereinzulassen.
Herbst (September – November)
- Ähnlich wie im Frühling: regelmäßig Stoßlüften, insbesondere an trockenen Tagen.
- Heizungen langsam hochfahren, um Wände und Luft gleichmäßig zu erwärmen.
2. Richtiges Heizen
- Wohnräume tagsüber auf mindestens 19–21°C beheizen.
- Nicht genutzte Räume sollten trotzdem leicht beheizt werden (mind. 16°C), um Kondensation zu vermeiden.
- Innenliegende Räume ohne Fenster (z. B. Bad) regelmäßig lüften (ggf. über andere Räume).
3. Möbel und Wände
- Große Möbelstücke wie Schränke nicht direkt an Außenwände stellen – mind. 5–10 cm Abstand.
- So kann die Luft besser zirkulieren und Feuchtigkeit wird nicht „eingesperrt“.
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